Google bietet Domain Registrierung
16. Dezember 2006 von Frank RistauGoogle hat mal wieder ein neues Business-Feld für sich entdeckt. Der Suchmaschinengigant steigt jetzt auch als Domain-Provider ein.
Google hat mal wieder ein neues Business-Feld für sich entdeckt. Der Suchmaschinengigant steigt jetzt auch als Domain-Provider ein.
Uups.. Da surfe ich mal wieder ein bischen durchs Netz und worauf stoße ich? LetsBuyIt.com ist wieder online. Hab ich da in der Zwischenzeit was verpasst? Sieht aber eher wie ein besserer Affiliate-Preisvergleich-Shop aus, immerhin aber in verschiedenen Ländern/Sprachen vertreten.
Wie das GoogleWatchBlog schreibt, konnte es durch eine Sicherheitslücke zu Phishing-Attacken bei Google kommen. Das besondere: die ganze Aktion wurde direkt unter der Google.com Domain ausgeführt. Unter der Adresse google.com/u/gplus befand sich eine Login-Page für das angeblich neue GMail Plus - ein Dienst, der gar nicht existiert.Wie es ganz genau geht, kann bei Eric Farraro nachgelesen werden, der diese Lücke mittlerweile an Google gemeldet hat.
Durch einen Software-Fehler in den DNS-Servern des staatlichen spanischen Betreibers ESNIC waren gestern für ungefähr zwei Stunden sämtliche spanische Topleveldomains (.es) nicht erreichbar. Dies betraf mehr als 400.000 Webseiten.
Die “50 Coolest Websites” listet das Time-Magazine auf. Die Liste ist in verschiedene Kategorien geordnet.
Es finden sich große und bekannte Sites wie YouTube und MySpace, aber auch mir bisher völlig unbekannte Seiten wie das Blog Footnoted.org oder das Projekt HumanClock (wirklich sehr cool!). Auch die web2.0 Suchmaschine Snap ist dort aufgelistet, die übrigens wirklich einen Blick Wert ist.
Expedia.de wird von Google eigentlich als starke Seite mit hohem Pagerank geführt. Heute jedoch hat die Website nur noch einen Pagerank von 0. War das schon immer so? Ich glaube mich zu erinnern da mal mindestens einen Pagerank 7 gesehen zu haben. In der Toolbar klafft jedenfalls ein langer weißer Streifen, Unterseiten haben entweder einen sehr geringen Pagerank oder ebenfalls PR0 - Ende des Steilflugs?
Was ist passiert? Schnell mal weitere Reiseseiten checken auf ähnliche Auffälligkeiten. Die Domain resturlaub.de hat plötzlich einen Pagerank von 8 bekommen. Ein Verdacht keimt auf: über der Site-Abfrage finden sich im Google-Cache tatsächlich Contents von Expedia unter resturlaub.de. Da hat wohl jemand mächtig Bockmist gebaut und fleissig duplicate content erzeugt. Ob dies zum Verlust des Pageranks oder gar Abstrafung im Google-Index geführt hat kann ich nicht sagen. Ich frage mich allerdings das wohl das Ergebniss eines unprofessionellen SEO-Experiments ist?
Was macht Alex Tew, der Mensch, der die One-Million-Dollar-Homepage [TM] (man erinnert sich dunkel - 1 Dollar pro verlinktem Pixel und wahrscheinlich 1 Mio. Nachahmer - inklusive One-Million-Dollar-Fassade) erfunden hat? Anscheinend investiert er fleißig in das nächste Projekt und sucht im Crunchboard dafür einen Webentwickler im Raum London. Der Bewerber sollte außergewöhnliche AJAX/CSS/XHTML Kentnisse besitzen. Einen Ruby on Rails Entwickler hat er bereits rekrutiert.
Das Branchenverzeichnis GoYellow darf seinen Namen wegen Verletzung der Markenrechte des Stromanbieters Yello nicht mehr verwenden. Dies geht aus einem Gerichtsbeschluß des Landgerichtes München I hervor. Zudem ordnete das Gericht die Löschung der Firma im Handelsregister an und verpflichtete GoYellow zur Zahlung von Schadenersatz.
Nach dem PageSneaker möchte ich ein weiteres Tool vorstellen, das ich regelmäßig nutze: Das Netcraft-Tool zur Bestimmung des Alters einer Domain.
Ein bereits im vergangenen Jahr viel diskutierter Rankingfaktor bei Google scheint das Domainalter zu sein. Eine “gereifte” Domain ist der Erfahrungen nach in den Google-Suchergebnissen leichter zu positionieren, als eine neu angemeldete Domain. Dabei ist nicht unbedingt das Domainalter entscheidend für das Ranking als vielmehr das Alter der Backlinks, die auf diese Domain zeigen.
Seit gestern läuft die Landrush-Phase zu EU-Domains, trotzdem möchte ich noch einmal einen Rückblick auf Merkwürdigkeiten im Sunrise-Verfahren halten.So tauchen immer wieder die gleichen Antragsteller auf der ersten Stelle der Listen auf, welche die EURid veröffentlichte. Es erscheint merkwürdig, dass ein und die selbe Firma einen Anspruch auf nahezu alle relevanten Namen im Finanzbereich geltend macht und die entsprechenden Domains auch bekommt. Abgesehen davon, dass es fraglich ist, ob eine Marketingfirma Rechte an Namen wie versicherung.eu oder kredit.eu haben kann, kann man bezweifeln, dass bei der Vergabe alles sauber abgelaufen ist.
Bei den teuren Topdomains tut sich unter anderem die Internetportal und Marketing GmbH aus Salzburg hervor, die bisher noch nicht einmal über eine eigene Homepage zu verfügen scheint. Domains wie auction.eu, auktion.eu, auto.eu, boerse.eu, buch.eu, business.eu, car.eu, holiday.eu, hotel.eu, job.eu, kreuzfahrt.eu, marketing.eu, medizin.eu, reise.eu, shop.eu, sport.eu, telefonbuch.eu, versicherung.eu, webdesign.eu, wellness.eu gehören nunmehr zum Portfolio der Firma.
Seltsam nur, dass die Internetportal und Marketing GmbH erst im August 2005 gegründet wurde, also unmittelbar vor dem Start des Sunrise-Verfahrens der neuen EU-Domains. Dafür begann, wie der Domainexperte Mag. Johannes Schütz herausfand, die Internetportal und Marketing GmbH schon einen Tag nach der offiziellen Erklärung über die Errichtung der Gesellschaft mit dem Sammeln von Marken in ganz Europa. Die eingetragenen Marken folgen meist einem bestimmten Schema, mit dem Zeichen & vor und nach jedem Buchstaben. Also zum Beispiel &S&T&R&I&P&. Alle Marken wurden bei der EURid im Sunrise-Verfahren als bevorzugte Namensrechte eingereicht. Da das Zeichen & nicht als Domainname darstellbar ist, ergeben sich daraus die begehrten generischen Domainnamen.
Quellen:
eudomaindesaster.org
gerichtlive.twoday.net
Kommentar der EURid zu generischen Domainnamen
Das Reservieren generischer (beschreibender) Umlaut-Domains stellt nicht unbedingt sittenwidriges Domain-Grabbing dar, auch nicht, wenn diese zum Zwecke des späteren Verkaufs geordert wurde. Dies geht aus einer Entscheidung des Landgerichts Leipzig hervor. Auslöser war der Streit um die Adresse kettenzüge.de, die sich der Beklagte Mitte Mai 2005 reserviert hatte und anschließend dem Inhaber von kettenzuege.de, zum Kauf angeboten hatte.
Quelle: Heise