Frank Ristau

Frank Ristau



Die Journaille schreibt…

In Presseartikeln findet man häufiger Beiträge über das Bloggen. Sinn und Zweck ebenso wie das Phänomen als solches werden dort betrachtet. Das ist gut so, denn Blogs verdienen Aufmerksamkeit. Ja, man findet viel Belangloses (und auch das ist gut so) doch unter dem Strich gibt es auch viele Informations-Perlen von allgemeinem oder speziellem Interesse. Und so ist es nur logisch, dass Bloggen mit seinen verschiedenen Facetten in On- und Offline-Medien betrachtet wird.
Für Focus-Money hat sich Anfang des Jahres Birgit Obermeier aufgemacht, den Artikel “Bloggen für den Job” zu verfassen, der in der Zeitschrift der Ausgabe 2/2008 erschien. Sie analysiert dort die Chancen eines Weblogs für den Karriere-Weg. Der Artikel gefällt mir sehr gut und ich lese sowas grundsätzlich mit großem Interesse. Focus-Money steht allerdings normalerweise nicht auf der Liste meiner Lektüre - man kann ja schließlich nicht alles lesen. Focus, Spiegel, Brandeins, wenn Zeit dann gerne Die Zeit und sporadisch mal C’t, Capital oder ähnliches. Tageszeitungen habe ich mir fast ganz verkniffen, dafür gibt es verschiedene Online-Medien und meinen guten alten RSS-Reader.

Die Ausgabe von Focus-Money hat mir denn auch ein Kollege mitgebracht (btw.: danke Nico) - nicht unbedingt wegen des Themas, sondern vielmehr weil ich dort das Schlußwort habe. Im letzten Absatz “kontere” ich als “Programmierer und Blogger” (hmm… zum Programmieren komme ich ja leider auch nur noch in meiner Freizeit) demnach Klaus Eck, für den “Blogs ein wunderbares Instrument der kontrollierten Selbstdarstellung” sind und sage, “Blogger schreiben aus Überzeugung […] Wer es tun will, sollte sich nicht abschrecken lassen - und wer für den Job bloggt hat schon verloren”.

Nun gut - aber ich würde der Aussage von Klaus nicht unmittelbar widersprechen - Blogs sind ein wunderbares Instrument der kontrollierten Selbstdarstellung aber wer nur für den Job blogt hat schon verloren. Ich könnte mir vorstellen, dass Klaus und ich in einem Zwiegespräch sogar zu einem Konsens gekommen wären.
Was mich aber gewundert hat ist die Tatsache, woher diese Aussage stammt - bei mir hatte niemand nachgefragt, die Focus-Money-Ausgabe fiel mir durch Zufall in die Hände und ein Belegexemplar gabs auch nicht. Ich stecke ja generell in vielen Projekten und schreibe da auch eine ganze Menge (wenn auch zu wenig hier in meinem Privat-Blog) , so dass ich erstmal nachdenken mußte. Blogkommentar? Twitter? Na klar - die Aussage hatte ich hier im Blog getroffen… kurze Suche… “Bessere Jobs durch Bloggen” aus dem Jahr 2006 - das wars.

Man verstehe mich nicht falsch - ich fühle mich wirklich geehrt das Schlußwort in einem Artikel eines renommierten Magazins zu haben. Wenn ich den Artikel jedoch so lese, bekomme ich den Eindruck, mich direkt geäußert zu haben, sonst wäre die Formulierung so etwas wie “Frank Ristau schreibt in seinem Blog” gewesen und ein Zitat mit Quelle ist ja durchaus auch legitim.
Zumindest eine kurze Info für diese Verwendung wäre folglich nett gewesen. Also liebe Journalisten, ihr dürft mich entweder zitieren (am besten mit Quelle) oder auch gerne nach meiner Meinung fragen. Am besten erreicht Ihr mich dafür initial per Mail (steht im Impressum) ich rufe auch gerne zurück!

Frank Ristau am 13. Februar 2008

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