Abmahnung wegen Google Adsense Anzeige
Leider steht man als Betreiber einer Website ständig am Rande der Illegalität. Dies zeigt auch der Fall von David, der in seinem PM-Job.Blog berichtet, dass ihm eine Abmahnung eines Lebensmittelvereins wegen einer Adsense-Anzeige ins Haus flatterte.
Der Verein monierte die Adsense-Werbung für einen neuen Fettkiller mit 100 % Garantie. Auf der Seite des Werbenden, die ansonsten in keinem Bezug zu David steht, würden “Aussagen gegen die Vorschriften des Lebensmittelrechts” veröffentlicht sein. Der Lebensmittelverein fordert nun eine eine Unterlassungserklärung sowie 160 Euro für entstandene Kosten.
Nun wird Adsense bekanntermaßen (vieleicht aber nicht beim Abmahnenden?) context-sensitiv, dass heißt ohne direkten Einfluß des Betreibers einer Website zugesteuert. Der Webmaster hat zwar die Möglichkeit, Domains außzuschließen, er hat aber kaum eine Möglichkeit langfristig alle angezeigten Werbeblöcke und deren Ziel-URLs auf Rechtswidrigkeit zu überprüfen.
Sollte diese Abmahnung gerechtfertigt sein, dürfte kein Website-Betreiber mehr context-sensitive Werbeformen wie Adsense einsetzen. Darauf, dass bei der Einbuchung (Google-Adwords) eine verläßliche Überprüfung stattfindet kann man sich nicht verlassen. Wenn überhaupt hätte eine Abmahnung wohl Google treffen müssen, dessen Adwords-Team eine solche Anzeige erlaubt hat.
Nun wird das stöbern in den Vertragsbedingungen von Adsense und Adwords losgehen. In jedem Fall ist die ganze Angelegenheit sehr unschön.
Frank Ristau am 6. Oktober 2007


























Am 6. Oktober 2007 um 16:23 Uhr
So ein Schwachsinn. In solch einem Falle würde ich mich bis vor den BGH klagen lassen. Wenn solche Abmahnungen rechtens wären, dann könnte man das Internet langsam schließen.
Frag ich mich gerade, ob große TV-Sender auch Gebühren zahlen, wenn die Werbespots Ihrer Kunden gegen irgendwelche Marken-, Urheber-oder Wettbewerbsrechte verstoßen.
P.S.: Der Lebensmittelverein soll aber nicht vergessen Google abzumahnen. Schließlich müsste die Adsense-Anzeige ja auch direkt bei der Suchmaschine auftauchen.
Am 7. Oktober 2007 um 12:19 Uhr
Shorty: Wochenausklang…
Wiedermal ein wenig zum Wochenausklang - kurz, informativ und vielleicht interessant
.
Abmahnung wegen Adsense Werbung: Die Abmahner sind mal wieder unterwegs, diesmal hat es den PM Job Blog erwischt der wegen einer Adsense Anzeige abgemahnt wurde. …
Am 17. Oktober 2007 um 13:21 Uhr
Naja diese Anzeige wird ja wohl im sand verlaufen.
Am 30. Januar 2008 um 12:04 Uhr
Ah, da weiß mal wieder jemand vom Internet Bescheid. Naja…
Am 24. April 2008 um 23:39 Uhr
Das ist doch immer das selbe. Aber die Zahnärztin in BW die einen Grünen Apfel patentieren lies und jetzt alle Kollegen verklagt ist auch durchgekommen. Manchmal zweifelt man wirklich an dem Rechtssystem dieses Landes.
Am 18. Mai 2008 um 13:33 Uhr
Ich glaube, dass diese Abmahnung zu nichts führen wird. Auch gegen Google ist eine Abmahnung nicht gerechtfertigt, auch wenn ich der Meinung bin, das die besser Aussortieren sollten. Man kann Jau auch nicht eine Zeitung verklagen, wenn sich der Anzeigenkunde als Betrugsfirma rausstellt. Währe sonst ne gute Einnahmequelle für die Abmahner. Man denke nur an die Ganzen “Entspannungs-Anzeigen”
Am 25. November 2009 um 08:06 Uhr
Das ist ja absoluter Quark! Hab jetzt mal etwas “gegoogelt” aber leider nichts zu diesem Fall gefunden. Weiß irgendjemand, wie die Sache ausgegangen ist?
Am 28. Januar 2010 um 17:33 Uhr
Aus meiner Sicht ist das auch Schwachsinn, dass sich inzwischen sogar offizielle Vereine zu solchen irrsinnigen Vorgehensweisen verleiten lassen, gibt mir zu denken. Im Bereich Urheberrecht bei Bildern bin ich das leider gewohnt, hier kommen die unglaublichsten Machenschaften an das Tageslicht.
Wegen einer Adsense-Anzeige hatte ich bisher zum Glück noch nie Ärger.