Bessere Jobs durch Bloggen?
Laut einer Analyse von FastCompany.com würde es sehr hilfreich sein, einen eigenen Blog zu betreiben um an bessere Jobs zu kommen. Dies gelte insbesondere für Medienberufe. Blogger stellen demnach einen Talent-Pool dar, aus dem etablierte Medienunternehmen Ihre Beschäftigten rekrutieren könnten.
Blogs können eine Promotion-Platform der eigenen Persönlichkeit sein - da ist sicher etwas wahres dran. Andererseits sollte man bedenken, dass bloggen jeden Fehltritt und auch die eigene Unfähigkeit offenlegen und auf Jahre dokumentieren kann. Der Persönlichkeits-Strip ist also mit Vorsicht zu genießen. Ich würde jedenfalls nicht jedem Arbeitsuchenden ein eigenes Blog empfehlen.
Der FastCompany-Artikel nennt als Beispiele zudem ausschließlich A-Blogger. Diese sind bereits zu etablierten Superstars geworden. Sie haben sich damit einen Namen gemacht, der sogar das Image eines Arbeitgebers aufpolieren kann.
Die unzähligen B/C (oder was auch immer) Blogger müssen sich überlegen, ob sie die für das Bloggen investierte Zeit nicht genauso gut - oder besser - direkt in die eigene Karriere stecken sollten.
Die nicht unwesentliche Einschränkung dabei: Blogger schreiben aus Überzeugung. Wer es tun will, sollte sich nicht abschrecken lassen - und wer für einen Job bloggt hat schon verloren.
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Frank Ristau am 1. November 2006


























Am 1. November 2006 um 17:54 Uhr
gut ausgedrückt. etwas verschrobener ist meine version (teils äquivalent zu) obiger argumentation:
http://sum1.onreact.com/index.php?p=972
Am 1. November 2006 um 21:30 Uhr
“verschroben” trifft es recht gut. Mit einer Formulierung wie ich sie im oben zitierten Beitrag gelesen habe, würde ich sicherlich nicht unbedingt versuchen mich bei einem potentiellen Arbeitgeber zu profilieren.
Am 1. November 2006 um 21:48 Uhr
:-) Ist ein Optimierer (SEO), gib mal www vor dem onreact ein. Da kommt es darauf an IRGENDWELCHEN Content zu erzeugen (notfalls auch automatisiert) und den danach IRGENDWIE zu verlinken.
Frank scheint mir da eine der weinigen Ausnahmen dieser Spezies zu sein, die echten (guten) Content bauen.
Am 1. November 2006 um 22:48 Uhr
Erstmal danke, Björn, für die Lorbeeren (ich hab das jetzt mal so aufgefasst).
Aber der Artikel von sum ist doch sehr passend. Und “verschroben” stimmt durchaus, passt dann aber auch zum Thema “digitale Bohème”. Übrigens die Buchkritik zu “Wir nennen es Arbeit” hört sich auch spannend an.
Am 7. November 2006 um 15:24 Uhr
Ohoh, dann darf ich mich nie bei einer Münchener Firma bewerben, denn wenn die mal im Internet suchen…