GEZ-Gebühren für Internet-PC jetzt beschlossene Sache
Jetzt steht es fest: Unternehmer und Selbstständige, die einen internetfähigen PC besitzen, müssen ab 1. Januar 2007 eine GEZ-Gebühr in Höhe von 5,53 EUR zahlen. Privathaushalte, die bereits einen Fernseher oder ein Radio angemeldet haben, müssen keine weitere Gebühr zahlen. Die Kosten laufen pro Unternehmen auf, d.h. unabhängig von der Anzahl der Mitarbeiter.
5,52 Euro sind vieleicht nicht viel, trotzdem ärgert mich das ein wenig. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass früher oder später der volle Fernseh-Tarif von 17,03 Euro gefordert wird, wie es anfangs auf der Tagesordnung der Öffentlich-Rechtlichen stand.
Erstens bezahle ich bereits für den Internetzugang. Außerdem habe ich gar kein Büro - als ich mal eins hatte, stand das die meiste Zeit leer, weil ich sowieso immer unterwegs war - lohnt sich also gar nicht. Mir reicht also das Laptop und das ist eben nur ein Arbeitsgerät - zum Fernsehen hab ich gar keine Zeit. Weil ich aber einen Internet-Zugang besitze und vieleicht noch ein UMTS-Handy soll ich zahlen? Als One-Man-Show mit einem Schleppi auf dem Schoß werde ich zudem genauso eingestuft, wie ein Großkonzern.
Vorausgesetzt, es bleibt bei den 5,53 Euro, sind das also 66,36 Euro im Jahr mehr. Wenn ich meinen PC 4 jahre lang nutze, zahle ich 265,44 onTop, ohne dass klar ist, dass ich einen Mehrwert bekomme. Sollte man doch noch zur vollen Gebühr übergehen, kämen bei gleicher Rechnung sogar mehr als 800 Euro zusammen.
Bin jetzt am überlegen: Wie viel kann ich der GEZ dafür abknöpfen, dass sie jederzeit Zugang zu meinen Informationsangeboten im Internet hat?
Frank Ristau am 13. September 2006


























Am 13. September 2006 um 18:26 Uhr
Um noch einen draufzulegen: Wer einen Server gemietet hat, darf dafür - pro Standort - auch GEZ zahlen. Wenn man nu, so wie wir, Server in drei Rechenzentren verteilt stehen hat, gibt das noch mal 16 Euro pro Monat on top… Für nichts.
Am 13. September 2006 um 18:57 Uhr
Hast recht… danke für den Hinweis… langsam werd ich stinkesauer. In meinem Artikel hatte ich das Wort “Abzocke” noch vor dem Veröffentlichen gestrichen, jetzt möchte ich es doch wieder einbringen.
Selbst wenn es dann doch nicht dazu kommen sollte, auch Server zahlen zu müssen (ich verrate mal nicht wieviele ich an verschiedenen Standorten bei verschiedenen Hostern habe - sonst kriege ich erst Ärger mit meiner Frau und dann noch mit der GEZ) ist das mal wieder ein typisch deutsches “Kuddelmuddel” und es ist kein Wunder, wenn sich Unternehmer ins unbürokratischere Ausland verabschieden…
Guter Link zum Thema ist auch: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/22/22640/1.html
Am 24. September 2006 um 07:28 Uhr
So wie ich diese neue Gebühr verstanden habe, ist die nur fällig, wenn man sonst keine GEZ zahlt. Also nie mehr als diese 17 Euro nochwas oder…?
Am 20. Dezember 2006 um 13:50 Uhr
Statt 17,03 sind’s nun doch “nur” 5,52 Euro und gemietete Server muss der Hoster zahlen. GEZ-Gebührenpflichtig ist ein Server damit aber schon . Ein rechter Schwachsinn ist das. Abzocke hättest du schon in deinem Artikel verwenden sollen. Das trifft es nämlich