Tagging und Tagclouds aus SEO-Sicht
Eine der häufig genutzten Anwendungen - insbesondere von Web-2.0-Sites - sind Tagclouds. Unter “Tags” versteht man Stichworte die z.B. einen Artikel oder Produkt charakterisieren. Ein Artikel über Urlaub kann z.B. durch die Tags “Sonne” und “Meer” charakterisiert werden, oder auch durch die Stichworte “Schnee” und “Berg”. Der Prozeß der Verschlagwortung wird auch als “Tagging” bezeichnet.
Bei mehreren Artikeln kann man nun diejenigen gruppieren, die zum gleichen Tag gehören. Unter dem Tag “Sonne” sind nun z.B. der Artikel über den letzten Badeurlaub genauso wie der Artikel über das Planetensystem zu finden. Man hat folglich eine neue Ebene geschaffen, die eine bestimmte Begriffswelt symbolisiert.
Beim Tagging werden Daten Grundsätzlich mit Etiketten versehen, ein Konzept welches von der herkömmlichen Ordnerstruktur abweicht. Während in Odnern oder Verzeichnissen gelagerte Daten einem bestimmten Ablageort zugeordnet sind, ist es mit Tags möglich, mehrere virtuelle Orte durch Bezeichnungen zu definieren, an denen die Daten wieder auffindbar sind.
Eine weitere Stufe des Taggings ist das sogenannte “social Tagging” bzw. die “Folksonomy” (im Gegensatz zur Taxonomie). Bei diesen Systemen können die Tags anderer Individuen eingesehen und verwendet werden.
Ein Tagcloud (oder Wortwolke) stellt nun die Tags zusammen. Dabei werden Tags, gewichtet dargestellt. Meist werden Tags, unter denen sich viele Artikel befinden, größer und in dunkleren Farben dargestellt. Üblicherweise werden die Tags außerdem alphabetisch sortiert dargestellt. Dabei werden bestimmte Algorythmen eingesetzt, um die Gewichtung zu visualisieren. Die bekanntesten Anwendungen von Tagclouds sind bei Flickr, Technorati und Del.icio.us zu finden. Tagclouds wurden vermutlich zuerst 2002 von Jim Flanagan eingesetzt und zunächst als “weighted list” bezeichnet.
Der Tagcloud für dieses Blog sieht momentan so aus:
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Bei Wordpress-Blogs kommt zum Tagging und zum Erzeugen von Tagclouds meist das Ultimate-Tag-Warrior Plugin von Christine Davis zum Einsatz. Wer sich für ein Tagging in einer individuellen Systemarchitektur interessiert, sollte sich den Artikel von Martin Brotzeller anschauen. Wie sind Tagclouds nun aus SEO Sicht zu betrachten? Zunächst einmal bergen Tagclouds gewisse Gefahren, die aus der klassischen SEO-Lehre abgeleitet werden können:
- Ein Tagcloud beinhaltet teilweise sehr viele einzelne unterschiedliche Wörte, die als Keyword- Spam wahrgenommen werden können.
- Ein Tagcloud beinhaltet kaum lesbare schriften. Die Textfarben heben sich kaum vom Hintergrund ab. Unsichtbare Schrift ist laut Google-Richlinien nicht erlaubt.
- Tagclouds beinhalten sehr kleine Schriften (Richtlinien wie bei Textfarbe)
Dagegen einzuwenden wäre, dass Tagclouds sich immer mehr durchsetzen. Keine Suchmaschine kann es sich leisten, eine auch auf seriösen Seiten vielbenutzte Verfahrensweise abzustrafen. Ich persöhnlich habe von keinem einzigen Fall gehört, in dem es zu einer Abstrafung aufgrund von Tagclouds kam. Im ungünstigsten Fall kann es also dazu kommen, dass Suchmaschinen die Tagclouds - und somit die dadurch verlinkten Seiten - völlig ignorieren.
Selbst Spiegel-Online setzt nach seinem Relaunch nun einen Tagcloud auf seine Startseite. Der Besucher erhält durch diese Methode zur Informationsvisualisierung einen Überblick über die aktuellen Themen einer Website - Im Fall von Spiegel-Online sogar einen Überblick, was gerade bedeutendes auf der Welt passiert.
Auch Suchmaschinen müßten also diese Art von Visualisierung der wichtigen Themen lieben. Voraussetzung dafür wäre, dass sie Tagclouds nicht nur lesen, sondern auch verstehen müßten. Könnten sie dies, würde Tagging das semantische Web fördern.
Bei der Suchmaschinenoptimierung helfen Tagclouds, da mit ihrer Hilfe aus wichtigen Stichworten einer Seite Begriffswelten definiert werden können. Zudem erhöhen Tagclouds die wichtige interne Verlinkung.
Da unterhalb eines Tags alle Artikel zu einer bestimmten Begriffswelt zusammengefasst sind, ergibt sich folglich aus der durch den Tag verlinkten Übersichtsseite eine hochgradig optimierte Webseite zu einem Stichwort. Im Falle des oben genannten Beispiels erhält man also ohne viel Aufwand eine optimierte Einstiegsseite zum Thema “Sonne” .
Allerdings sind, abgesehen von oben genannten grundsätzlichen Problemen mit den Suchmaschinen-Richtlinien aus SEO-Sicht einige Dinge zu beachten:
- Doubletten bei Tags durch gleichzeitige Nutzung von Singular, Plural, anderer Wortformen, Tippfehlern oder Synonyme. Der Versuch, jeweils eine Begriffswelt zu schaffen, die Singular und Plural abdeckt, diesen aber die gleichen Artikel zuzuordnen führt zur Schaffung doppelten Contents. Besser ist es also, sich immer auf eine Form festzulegen.
- Komplexität durch sehr viele Schlüsselwörter. Ein Tagcloud wird extrem lang, wenn mit vielen Tags gearbeitet wird. Evtl. Lohnt sich die Darstellung ausschließlich der wichtigsten Tags (z.B. 20).
- Leere Begriffswelten, wenn nur ein Artikel vorhanden ist. Ist unterhalb eines Tags nur ein Artikel zugeordnet, macht dies keinen Sinn, der Artikel könnte auch direkt verlinkt werden. Idealerweise sind mindestens fünf Artikel einem Tag zugeordnet.
Dr. Web listet weitere Fehler auf, die eher aus der User-Sicht als auf SEO-Beobachtungen erfolgen - wobei ich wieder einmal betonen möchte, dass Maßnahmen, die für User sinnvoll sind (z.B. aus Usability-Sicht) auch für Suchmaschinen gut sind.
Fazit: Tagging und Tagclouds sind in Ihrer Wirkung auf Suchmaschinen nicht unumstritten. Sinn- und Maßvoll eingesetzt können Sie aber ein wichtiger Bestandteil einer SEO und SMO-Strategie sein.
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Frank Ristau am 9. September 2006


























Am 9. September 2006 um 19:28 Uhr
Zu den Themen “Doubletten bei Tags” & “Komplexität durch Schlüsselwörter” gibt es für Wordpress eine klasse Lösung mit “Jerome´s Keyword Manager” im Zusammenspiel mit “Jerome´s Keywords” als sehr guten “Plan B” zum Ultimate Tag Warrior.
Siehe Link unter “Frank @ tagclouds” oben
Mit dem nachträglich installierten “Manager” habe ich meine Tag-Doubletten (trotz mehrerer hundert Artikel mit bereits je etwa 10 vergebenen Tags/Keywords) schnell nachträglich sortiert bekommen und die Darstellungsmenge per Schwellenwert (z.B. erscheint min. 20-mal) kann man direkt üer Jerome´s Keywords beeinflussen.
Den UTW habe ich bei mir übrigens gar nicht erst zum Laufen bekommen
Lese Dich über meinen Feedreader übrigens regelmäßig und finde Deine Artikel prima & interessant
Verstehe leider nur nicht, warum Dein Blog in meinem “Feedreader” (Offline Feedreader Software namens “Feedreader”, Version 3.0.5) leider völlig unlesbar ist (Mini-Schrift & Layout zerschossen) und ich bei ner interessanten Headline daher immer in nen Browser wechseln muss, um was lesen zu können?
Habe ich bei etwa 120 weiteren abonnierten Blog-Feeds nirgends in der Form?
Hab mal 2 Screenshot gemacht (1,2), damit Du es nachvollziehen kannst - vielleicht haste ja ne Idee was da schief läuft?
Am 9. September 2006 um 21:59 Uhr
Ich habe eine Idee. Hat nichts mit den Feeds zu tun. Liegt wohl an den Divs. Hatte sowas schonmal auf einem anderen Browser (und die Ansicht in Deinem Feedreader ist sowas wie ein Browser). Schau ich mir mal an. Vieleicht kann ich was tun.
Am 4. Oktober 2007 um 13:39 Uhr
Einrichten eines TagClouds…
nen bestimmten Thema und die interne Verlinkung, wird meisst eine recht gute Platzierung erreicht. Das ganze ist natürlich Abhängig vom Ranking der Seite. Darüber hinaus wird diese Optimierungsmethode bei Moneykeys keinen Erfolg haben. A…