Frank Ristau

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TrackMeNot Firefox-Plugin stellt zufällige Suchanfragen

Ein neues Firefox-Plugin soll die Auswertung von Benutzerprofilen bei Suchmaschinen-Anbietern erschweren. Dazu läuft TrackMeNot als Hintergrundprozess mit geringer Priorität im Firefox und setzt zufällige Suchanfragen an die großen Suchmaschinen wie Google, Yahoo, AOL und MSN ab. Die eigentliche Suchanfrage des Benutzers soll im Rauschen der Gesamtanfragen untergehen.

Natürlich ist dieser Ansatz keine Lösung für die Erhöhung der Nutzer-Sicherheit. Zwar ist nicht zu erwarten, dass TrackMeNot auf jedem PC installiert sein wird, sollten solche Lösungen sich aber doch durchsetzen, wäre das zusätzliche Datenaufkommen enorm und könnte selbst auf den heute recht üppig ausgelegten Datenhighways zur Verstopfung führen . Die Verfälschung der Suchergebnisse könnte auf der anderen Seite durch ernsthafte DataMining-Maßnahmen durchaus korrigiert werden. Das wissen auch die Entwickler selbst, die TrackMeNot eher als pragmatische Lösung sehen. Auf der TrackMeNot-Website nennen sie als Grund für die Entwicklung des Plugins die Zugriffe der US-Regierung auf Suchanfragen.

Auch die Veröffentlichung von Suchanfragen durch AOL reSearch in diesem Jahr dürfte die Öffentlichkeit sensibilisiert haben, zumal in diesem Fall gezeigt werden konnte, wie einfach es möglich ist einzelne Personen aus den Datenmengen zu extrahieren und ihre Identität festzustellen.

Auch wenn TrackMeNot also keine wirkliche Lösung darstellt, ist mit der Entwicklung zumindest erkennbar, dass Benutzer sich zunehmend um ihre Daten sorgen. TrackMeNot ist aber allenfalls als Übergangslösung ein praktisches-pragmatisches Tool für den Schutz der eigenen Privatsphäre.

TrackMeNot

Frank Ristau am 22. August 2006

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